Gefährdungsanalyse gemäß Trinkwasserverordnung – Maßnahmen bei Überschreitung des technischen Maßnahmenwertes für Legionellen

Die Trinkwasserverordnung (TrinkwV) führt aus, dass im Trinkwasser Krankheitserreger, die durch Wasser übertragen werden können, nicht in Konzentrationen enthalten sein dürfen, die eine Schädigung der menschlichen Gesundheit besorgen lassen (TrinkwV §5 (1)).

Im Trinkwasser müssen die festgelegten Grenzwerte und Anforderungen für Indikatorparameter

Legionella pneumophila bacteria, Illustration

eingehalten sein (TrinkwV §7 (1)). Dies bedeutet speziell für den Parameter Legionellen nicht mehr als 100 KBE/100ml Trinkwasser.

Bei einer Überschreitung des technischen Maßnahmenwertes (100 KBE/ 100ml) im Trinkwasser besteht Handlungspflicht und Maßnahmen sind vom „Unternehmer oder sonstigen Inhaber“ (UsI) einer Trinkwasser-Installation zeitnah zu ergreifen (TrinkwV § 5).

Gleichzeitig besteht die Anzeigepflicht die Überschreitung des Maßnahmenwertes dem Gesundheitsamt unverzüglich mitzuteilen (TrinkwV §16 (1) 1).

Pseudomonas aeruginosa, Computer Illustration

Desweiteren hat der Unternehmer oder sonstige Inhaber einer Wasserversorgungsanlage bei bekannt werden der Überschreitung des technische Maßnahmenwertes unverzüglich gem. §16 (7) TrinkwV:

  • Untersuchungen zur Aufklärung der Ursachen durchzuführen oder durchführen zu lassen; diese Untersuchungen müssen eine Ortsbesichtigung sowie eine Prüfung der Einhaltung der allgemein anerkannten Regeln der Technik einschließen,
  • eine Gefährdungsanalyse zu erstellen oder erstellen zu lassen und
  • die Maßnahmen durchzuführen oder durchführen zu lassen, die nach den allgemein anerkannten Regeln der Technik zum Schutz der Gesundheit der Verbraucher erforderlich sind.
  • Aufzeichnungen zu den Maßnahmen zu führen oder führen zu lassen.